Meine BMW R 80 GS (E247): Elmo

785ccm - 50 PS - 61Nm bei 6500/min - Leergewicht 192kg, fahrfertig vollgetankt 215kg - zul. Gesamtgewicht 420kg

Weitere technische Informationen zur R 80 GS gibt´s bei einem Klick auf das Bild, als Elmo noch im ursprünglichen "look" vor der Garage stand - eben genau so, wie im Herbst 2014 gekauft...

Man findet auf der Internetseite 2-Ventiler.de unglaublich viele fachkundige Hinweise und Tipps zur Pflege, Wartung und Modifikation dieser ehemaligen BMW-Motorräder. Ich möchte das dortige Forum ausdrücklich für alle Besitzer und Interessenten dieser Zweirad-Legenden empfehlen:

Der Fernreiseumbau

Gepäck

Die original BMW-Koffer aus Kunststoff mit ihren seitlichen Klappen wurden ausgetauscht gegen die Toplader EVO3-Aluboxen von Big Husky aus Tschechien mit einer Wandstärke aus 2mm Alublech und bestem Preis-Leistungsverhältnis! Bei den neuen Koffern sind die Deckel komplett abnehmbar. Das erleichtert unterwegs das Öffnen, wenn zusätzlich Taschen und Gepäckrollen auf dem verlängerten Träger verzurrt sind. Hinzu kommen zwei 3-Liter-Ersatzkanister für Treibstoff, die an der Vorderseite der Koffer möglichst weit unten montiert werden und Halter für Wasserflaschen. Die Koffer werden mit Halterungen von Touratech ausgestattet - ich denke, dass ist die stabilste und sicherste Lösung für die 15mm-Rohrträger von BMW.

Der Tank des Motorrades fasst 24 Liter Benzin, die beiden 3 Liter-Kanister an den Koffern erweitern den Kraftstoffvorrat auf insgesamt 30 Liter. Das ist schon mal eine ganze Menge. Uns ist jedoch nicht klar, ob wir für gewisse Etappen im Pamir und besonders in der Mongolei auf schwierigem Schotter, die wir dauerhaft in niedrigen Gängen fahren müssen, nicht einen noch größeren Benzinvorrat benötigen. Wir haben lange nach einer sicheren und natürlich leichten Lösung gesucht: ein "fuel-bladder" ist zwar flexibel, leicht und platzfreundlich faltbar, diese Art eines Reservekanisters ist jedoch mit fast 100,- € unfassbar teuer. Ein Trinkwassersack (z.B. den Dromedary von MSR) als Benzinkanister umfunktioniert ist mit ca. 40,- € deutlich billiger und soll angeblich benzinfest sein, die zweckentfremdete Verwendung erscheint uns jedoch für unser Vorhaben zu gefährlich und könnte bei einem Sturz mit Funkenbildung in einem Fiasko enden. Ein weiterer, handelsüblicher Benzinkanister meist leer ganz oben aufs Gepäck geschnallt und nur im Notfall befüllt ist auch keine wirklich gute Idee. Der Gepäck-Berg auf dem Motorrad würde noch höher werden...

Die beste Lösung ist derzeit eine leichte 6-Liter Kunststoff-Tonne mit großem Schraubverschluss (Ø 20cm), die zunächst in einem der Seitenkoffer verstaut wird, und in der all die kleinen Ersatzteile von Ersatzspeichen über Sicherungen und Filter bis hin zum Werkzeug, der Filmdose mit Handwaschpaste und den Putzlappen zentral und griffbereit zusammen verpackt sind. Für den Fall, dass dieser Inhalt der Tonne vorübergehend gegen 6 Liter Benzin ausgetauscht werden muss, wandern die Kleinteile - in einer Plastiktüte zwischengelagert - wieder an den gleichen Platz im Koffer, und die Tonne stattdessen oben auf den Gepäckträger. Der Schraubdeckel ist absolut dicht, auch der zunehmende Druck bei Sonneneinstrahlung soll kein Problem sein. Durch die Profilierung kann die Tone sicher verzurrt werden und rutscht nicht weg. Das Teil kostet gerade mal 15,- €!

 

Sobald die 6 Liter Benzin nach gut einhundert Kilometern in den Tank umgefüllt werden können, wird die innen getrockente Tonne (egal ob sie nach Benzin riecht oder nicht) erneut mit den Ersatzteilen und dem Werkzeug gefüllt und an den früheren Platz im Koffer gepackt. Das ursprüngliche Packvolumen im Koffer wird nicht negativ beeinflusst, aber der mitgeführte Treibstoff beträgt somit maximal 36 Liter Benzin...

Zu den beiden Koffern ist 2017 auch noch ein Topcase gekommen - nicht so dickwandig wie die Koffer, dafür leichter. Die Halteplatte habe ich mit maßgefertigten Alu-Blöcken, brünierten Stahl-Gewindehülsen und Sterngriffschrauben selbst angefertigt. Das Case bekam als Verstärkung innen einen Zusatzboden aus einer dünnen GFK-Platte. Die Nähte der Box sind nicht verschweißt und wurden daher mit handelsüblichem Silikon abgedichtet. Innen wird die Box nach und nach mit Stickern beklebt, um das Gepäck gegen den schwarzen Aluabrieb zu schützen.

   

Die Montageplatte besteht aus 4mm-Alublech. Das Case wird von innen her mit Sterngriffschgrauben auf der Halteplatte befestigt.

     

Die Aluplatte ist mit Aluprofilen am Stahlgepäckträger befestigt. Der Höhenunterschied von 50mm wird vorne ausgeglichen.

Entstanden ist in einigen Stunden Arbeit eine preiswerte und stabile Möglichkeit, Ausrüstung verschließbar transportieren bzw. aufbewahren zu können. Vor dem Topcase ist noch ausreichend Platz vorhanden, um auf der Aluplatte der Einzelsitzbank eine wasserdichte Ortliebtasche festzuschnallen.

Luzies Tankrucksack (ebenfalls von KAHEDO) kann leider nicht weiter verwendet werden - die beiden Seitentaschen stören wegen der vorderen Verkleidung. Der "Enduro" von SW-Motec ist allerdings ein geräumiger und stabiler  Nachfolger! Die "Befestigungsplatte" habe ich am Tankstutzen etwas weiter ausgeschnitten und neu umsäumt: jetzt muss ich beim Tanken nur noch den Tankrucksack am Reißverschluss abnehmen, und die mit Gurten fest verzurrte Grundplatte bleibt, wo sie ist! Innen gibt es einen wasser- und luftdichten Beutel, der die Ausrüstung 100% schützt. Ob das besser als eine Regenhülle außen ist, wird sich zeigen...

Sitzbank und Ergonomie

Um das Gepäck schwingungsfrei aber auch etwas tiefer laden zu können, habe ich mich für eine Verlängerung der Gepäckbrücke entschieden und damit gleichzeitig für einen Einzelsitz. Durch Zufall bekam ich ein Angebot für eine gebrauchte, aber neuwertige Kombination. Die Sitzbank wurde dabei ursprünglich von KAHEDO gebaut und ist nach Meinung anderer Fahrer sehr bequem auf langen Etappen. Auf der TT-Bank (sonst nicht höhenverstellbar) sitze ich bereits etwas höher.

 

Für die FarAwayTour werde ich zusätzlich noch ein Schafsfell auflegen. Das Fell ist im Moment noch zu groß. Die optimale Passform für die Sitzbank mit Abnähern und Abspannösen muss daher noch ermittelt werden. Auf jeden Fall ist das braune Fell schön dick und flauschig. Mit der Kombination der Lenkererhöhung von 35mm, den tiefer- und vorgelegten Fußrasten sowie der höheren und fester gepolsterten Bank plus Schafsfell sitze ich trotz meiner Körpergröße von knapp 1,90m angenehm aufrecht und sehr entspannt.

Fahrwerk

2004 hatte ich bei meiner BMW K75 (Baujahr 1989) während einer Tour in Italien den Totalausfall des hinteren Federbeins mit Ölaustritt am Dämpfer. Von vielen BMW-Fahrern wird heute dringend empfohlen, auch bei der 80 GS (ähnliches Herstellungsdatum) das Standardfederbein unbedingt gegen einen stabileren Dämpfer auszutauschen. Ich habe mich daher für das Wilbers Federbein 640 entschieden.

Um es unterwegs möglichst bequem zu haben, habe ich für einen etwas größeren Kniewinkel 3cm tiefere und nach vorn verlegte Edelstahl-Fußrasten in Verbindung mit einem kürzeren Schalthebel eingebaut. Im Frühjahr 2016 wird ein stabilerer Zylinderschutz und ein besserer Seitenständer montiert - der alte Seitenständer war zu kurz, Elmo stand oft viel zu schief! Außerdem ließ sich der alte (originale) Seitenständer schlecht mit dem linken Fuß ausklappen...

Bereifung

Als künftige Bereifung wird für die Tour erneut der Heidenau K60 Scout montiert. Das Motorrad läuft auf Teer und Schotter ganz hervorragend, und die Laufleistung ist ebenfalls sehr gut! Ich werde nicht mit fabrikneuen Reifen bis den Iran fahren, sondern mit den bereits im Sommer 2018 montierten starten. Dieser erste Reifenwechsel vor dem Start wurde übrigens nach insgesamt 18.000km gemacht - nicht schlecht für ein Paar Motorradreifen. Der Vorderreifen hätte wohl noch 5000km länger gehalten, aber es gibt auch hier einen Wechsel!

  Reifenwechsel 

Für die anspruchsvollen Etappen über den Pamir und durch die Mongolei wechseln wir unterwegs in Baku auf den grobstolligen Continental TKC 80. Ab Ulan Ude werden wir schließlich nach einem weiteren Reifenwechsel wieder ausschließlich auf Teerstraßen heimwärts rollen. Deshalb montieren wir dort fabrikneue Heidenau K60 Scout, die bei einem Partner in Russland zuvor bestellt wurden. So haben wir während der gesamten Tour stets neue Reifen mit bestem Profil und müssen keine schweren Ersatzreifen mitnehmen.

Heidenau K60 Scout und Continental TKC 80

Griffheizung

Wir müssen im April die Alpen überqueren, fahren wenige Wochen später durch das anatolische Hochland und kommen Anfang Juni an die hohen Pässe im Pamir. Der Einbau einer guten Griffheizung erscheint uns daher sehr sinnvoll! Um die Lichtmaschinen und Batterien durch einen eventuellen Dauerbetrieb möglichst nicht zu überlasten, brauchen wir ein System, dass optimal arbeitet. Genau das bietet die deutsche Firma Coolride aus Solingen an: im Lenkerrohr angebrachte und kontaktverklebte Heizkartuschen, eine innenliegende Kabelführung und eine Außentemperatur-gesteuerte Heizleistung. Dieses System wurde urspünglich für Snowmobile entwickelt - aus unserer Sicht gibt es derzeit nichts Besseres!

Die Bohrung für die Kabelführung ist übrigens bei den alten 2V-BMW in der Lenkermitte unten bereits vorhanden - als hätte man damals den geplanten Umbau schon geahnt...

Navihalterung am Lenker

Wie schon bei Luzie baue ich die Navihalterung für das ZUMO auch für Elmo wieder selber. Die einzelnen Bauabschnitte kann man auf den Bildern erkennen - die Halterung ist wieder auf der Lenkerquerstrebe befestigt:

GFK-Platte, matt-schwarz lackiert mit vorbereiteten Bohrungen für die 12V-Steckdose, den eigentlichen TT-Navihalter und für zwei kleine Kabelbinder, um die Stromleitungen sicher verlegen zu können.

Geschafft: alles funktioniert einwandfrei! Die Stromleitungen sind unter dem Tank verlegt und an der Batterie mit "Dauerplus" angeschlossen.

       

Wie bei Luzie´s Navihalterung stört das ZUMO auch bei Elmo nicht die freie Sicht auf die Instrumente - und auch mit der 35mm-Lenkererhöhung wird der Lenkeinschlag ebenfalls nicht beeinträchtigt, d.h. das Navi stößt nicht an die Verkleidungsscheibe. So soll es auch sein!       

Eine Lenkeruhr muss sein - ich möchte während der Fahrt regelmäßig die Uhrzeit kontrollieren. Im Handel gibt es vibrationsgeschützte und wasserdichte Modelle mit größerem Zifferblatt in robusten und schwarzen Halterungen. Das weiße Ziffenblatt lässt sich bei der geringen Größe meiner Meinung nach besser ablesen als ein schwarzes. Die Uhr sitzt in einer stabilen Alu-Halterung rechts am Lenker neben dem Ausgleichsbehälter der Bremsflüssigkeit.

Motorelektrik

Bei allen Motorrädern gibt es irgendwelche bekannten Schwachstellen: Teile oder Konstruktionen, die immer wieder Ärger bereiten, und die es zu verbessern gilt. Bei der AfricaTwin ist das die Benzinpumpe, die Klaus im nächsten Jahr gegen eine Unterdruck Mikuni Pumpe austauschen wird. Bei den alten Zweiventiler-BMW ist die Lichtmaschine eine solche Schwachstelle. Für den Notfall wird ein Rotor (leider sehr schwer!) und ein 14V Regler mitgenommen. Es ist kein "Behördenregler", denn der hätte für die langen Etappen einen viel zu hohen Ladestrom.

Bei der Diodenplatte (Gleichrichter) ergibt sich eine völlig andere Lösung: Andreas Mattern bietet eine extrem robuste Platte als Fernreise-Spezialteil an, die ich noch in diesem Jahr gegen das bisherige Originalbauteil austauschen werde.

 

Hochwertige Dioden mit einer Sperrspannung von ca. 400 Volt, geeignet für Ladeleistungen bis 50A sowie einem wesentlich geringeren Spannungsabfall in Durchlassrichtung, sind in einem gefrästen Aluminium-Gehäuse eingelassen und durch hochtemperaturfeste Vergussmasse geschützt. Es wird ein früherer Ladebeginn erreicht, das Bauteil ist absolut vibrationsfest und gegenüber vergleichbaren Gleichrichtern thermisch überlegen. Die Montage erfolgt einfach an der vorhandenen Diodenplattenhalterung im Boxermotor.

Außerdem habe ich die Zündkabel ausgetauscht: ein Check hat nämlich ergeben, dass die alten Kabel brüchig und eingerissen sind. Jetzt sind neue Silikon-Kabel und (wasserdichte) Stecker von NGK montiert! Die Stecker sitzen auf Iridium-Zündkerzen, die auch unsere HONDA XL600V TransAlp seit Jahren (!) sehr zuverlässig zünden - daher die Wahl für diese etwas teureren Kerzen!

Sicherheit

Bei den Handprotektoren habe ich mich für solche von Zeta Armor in der gebogenen Ausführung aus massivem Aluminium mit großen Schutzschalen entschieden. So sollten auch die Brems- und Kupplungsgriffe bei einem Umfaller gut geschützt sein. Ersatz werde ich daher nicht mitnehmen.

    

Außerdem ist ein stabiler Motoren- bzw. Ölwannenschutz aus 4mm-Alublech unter die Ölwanne gekommen...

... und im rechten Bild ist nun auch die Bodenschutzverlängerung gut zu erkennen, die am Hauptständer montiert wurde: so wird auch der Auspufftopf wirksam gegen Steine von unten geschützt, also kompletter Schutz von der Ölwanne bis zum Hinterrad.

    

An der Vorderradbremse gibt es eine neue Stahlflex-Leitung, und neue Bremsbeläge sind nach 24 Dienstjahren natürlich auch eine Selbstverständlichkeit. Allerdings gab es Probleme beim Vorderrad mit den Belägen von TRW-Lucas: regelmäßig kurz vor dem Stillstand quietschte die Bremsscheibe zum Steinerweichen, und besonders Ortsdurchfahrten wurden peinlich. Auch die "Anti-Quietsch-Paste" von Liqui Moly brachte keine Änderung. Erst seit ich die Beläge nochmals ausgetauscht habe - diesmal als original BMW/Brembo Ersatzteil (übrigens sogar preiswerter!), ist wieder alles OK. Im Sommer 2018 werden bei dem anstehenden Reifenwechsel auch gleich die hinteren Bremsbeläge (nach 27 Jahren) ausgetauscht - eine einfach Arbeit!

alt und neu

Das Wilbers-Federbein, die neue Bremsleitung sowie die Lenkererhöhung zum bequemeren Fahren im Sitzen wie im Stehen haben zwar alle eine ABE, jedoch werden diese Anbauteile künftig in die Kfz.-Papiere eingetragen: das spart die Mitnahme all der Zusatzdokumente.

Scheinwerferschutz aus Makrolon

Eigentlich sind Schutzgitter für Scheinwerfer im Straßenverkehr Deutschlands gar nicht zugelassen. Das Kunststoffgitter der alten GS bildet da wohl eine Ausnahme. Allerdings ist die tatsächliche "Schutzwirkung" äußerst gering, wenn nicht gleich null. Außerdem erschwert das Gitter die Reinigung des Glases erheblich, z.B. bei Insekten, die im Fahrtwind gegen den Scheinwerfer prallen.

Es gibt wirksamere Schutzmöglichkeiten wie Vorbauten aus Kunststoffglas, allerdings mag der TÜV sie nicht, und sie sind daher im Straßenverkehr nicht zugelassen. Besonders geeignet ist Makrolon, ein zähes aber lichtdurchlässiges Plexiglas.

Im Handel werden Makrolonscheiben sogar als abnehmbare Systeme für verschiedene Motorräder angeboten, allerdings nicht mehr für die alten 80/100 GS Modelle. Daher habe ich für Elmo mit zugekauften Bauteilen (original BMW-Teile) selbst einen abnehmbaren Scheinwerferschutz gebaut. Der Clou sind anschraubbare Stifte, die in einen Gummistöpsel einrasten und für eine sehr stabile aber federnd gelagerte Halterung sorgen!

Ich wollte unbedingt die Gewinde der alten Halteschrauben weiter verwenden und keine neuen Löcher in den Rohrträger bohren. Daher verwende ich Aluminium-Vierkantprofile, in die die Gummilager eingebaut wurden. Die passenden Haltestifte kommen direkt an die Makrolonscheibe.

Die Makrolonscheibe ließ sich sehr leicht zuschneiden, bohren und an den Kanten schleifen. Die Vierkantprofile werden künftig einfach anstelle des bisherigen Kunststoffgitters an den Rohrrahmen angeschraubt. Die Makrolonscheibe ist dann jederzeit ohne Werkzeug abnehmbar, ist aber trotzdem sehr stabil befestigt. Die Kosten für den neuen Scheinwerferschutz betragen übrigens nur etwa 25,-€.

Verbreiterung des Fußbremshebels

Elmos Fußbremshebel war für mich und meine Schuhgröße 45 von Anfang an zu klein - viel Platz ist ja unter dem Vergaser und dem Zylinder wirklich nicht. Aus zwei verschraubten Aluminiumplatten bestehend gibt es eine Vergrößerung, die inzwischen montiert ist. Nun ist die Druckplatte für den Hebel fast doppelt so groß wie vorher.

Hoher Kotflügel am Vorderrad

Auch wenn ich nicht damit rechne, dass wir während der Tour durch schlammiges Terrain fahren werden und der Vorderreifen unter dem niedrigen Kotflügel blockieren könnte, der hohe Acerbis Kotflügel sieht einfach besser aus. Der alte Gabelstabilisator bleibt natürlich weiterhin montiert!

... so sieht eine waschechte Enduro aus! 

Zylinderschutzbügel und Seitenständer

Der Vorbesitzer versicherte mir zwar, das Motorad hätte keinen Sturz erlebt - der linke Motorschutzbügel zeigte jedoch Schleifspuren, und das Motorrad MUSS daher eine längere Rutschpartie erlebt haben! Weitere Schäden waren allerdings nicht erkennbar. Bemerkt hatte ich diesen kleinen Makel erst, nachdem mir aufgefallen war, dass der linke Motorschutzbügel nach hinten verbogen war und den Zylinder fast berührte.

Der alte Seitenständer war eine einzige Katastrophe: der Anschlagpunkt lag viel zu weit vorne, und das Ständerrohr selbst war deutlich zu kurz. Auf dem Motorrad sitzend musste ich regelmäßig Beinakrobatik veranstalten und vorher einen geeigneten Platz zum Abstellen suchen, damit ich das Motorrad abstellen konnte. Passend zum neuen und stabileren Zylinderschutz kam ein Seitenständer hinzu - und der Kauf hat sich sehr gelohnt: stabiler, höher und viel einfacher bedienbar!

Weitere geplante Arbeiten sind noch ein H7-Doppelscheinwerfer als Austausch für den bisherigen recht lichtschwachen H4-Scheinwerfer, die Montage der beiden Reservekanister an den Alukoffern, das Schafsfell für die Sitzbank und eine stabile Gepäckunterbringung z.B. für bis zu 4 Trinkwasserflaschen an den vorderen "Wasserrohren"...

Es macht Spaß und gibt Sicherheit, bei Elmo später alle Arbeiten möglichst selbst ausführen zu können - und ein sehr schönes Kennzeichen haben wir inzwischen auch noch:

In diesem Sinne...

Manchmal findet man tolle Ideen an fremden Motorrädern: diese einfachen aber sicher stabilen Befestigungen für Zusatzgepäck habe ich auf dem MRT 2015 (Motorrad-Reise-Treffen in Gieboldehausen) entdeckt:

  Seitentaschen-Halterung aus breitem Klettband quer über den Tank,

und Klickverschluss mit Kabelbinder am Rahmen befestigt.

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